Mentaltraining beim Elfmeterschießen - Holger Jungandreas - Mentaltraining
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Mentaltraining beim Elfmeterschießen

Elfmeterschießen bedeutet für den Schützen – vor allem bei großen Turnieren, wie z. Zt. die Fußballweltmeisterschaft – extremer Stress. Wie man durch ein rasches, wirksames Mentaltraining mit solchen Drucksituationen umgeht und dabei den gewünschten Erfolg hat, lesen Sie im folgenden Artikel.

Elfmeterschießen: Wie Profis durch mentales Training sicher verwandeln
Das Problem beim Elfmeterschießen ist bekannt: Der Schütze steht im Fokus. Bei Weltmeisterschaften schaut die ganze Welt zu, es geht um sehr viel. Ansehen, Geld, Reputation und schließlich um den Einzug in die nächste Runde. So lastet ein enormer Druck auf dem betreffenden Spieler.

 

Eine solche Situation im Training zu simulieren ist kaum möglich. Bundestrainer Jogi Löw lehnt ein Trainieren von Elfmetern deswegen auch ab. Solche außergewöhnlichen Stresssituationen lassen sich im Training nicht nachspielen.

Und doch ist es möglich, mittels Mentaltraining die Voraussetzung eines Erfolges, sprich des verwandelten Elfmeters, zu schaffen und die Erfolgswahrscheinlichkeit um ein vielfaches zu erhöhen.

Beim Mentaltraining müssen mehrere Faktoren beachtet werden
Sinnvolles Mentaltraining beinhaltet mehrere Faktoren. Zunächst soll der absolute Gaube in die eigenen Fähigkeiten im Vordergrund stehen und nicht durch Ängste oder Zweifel gestört werden. Deswegen kann nur jemand einen Elfmeter in Extremsituation verwandeln, der an sich glaubt.

 

Paul Breitner hat sich 1974 einfach den Ball geschnappt, weil er sich sicher war, diesen auch im Tor unterzubringen. Einfach den technisch besten Spieler zu bestimmen, einen Elfmeter zu schießen, ohne sein Einverständnis und ohne dass er ein Zutrauen zu einem Erfolgserlebnis (verwandelter Elfmeter) hat, ist nicht zu empfehlen.

 

Desweiteren muss die Fähigkeit zur Selbstmotivation vorhanden sein: Das Denken in Bildern, also eine gute Vorstellungskraft, verbunden mit einer Vorfreude auf das Erfolgserlebnis, sind unbedingt notwendig um sicher auf die Erfolgsstraße zu kommen.

 

Rasches Mentaltraining vor dem Schuss
In der Praxis wird das wie folgt gestaltet: Es stehen fünf Schützen für ein Elfmeterschießen zur Auswahl. Nur diejenigen Spieler, die ohne Ängste und Zweifel antreten können und ein positives, vorausschauendes Erfolgsgefühl entwickeln können, treten zu diesem Wettbewerb an.

 

Bevor ein Spieler antritt, seinen Elfmeter zu schießen, soll er kurz die Augen schließen und „in sich gehen“. Er nimmt in diesem Moment Kontakt mit seinem Unbewussten auf und soll sich nun genau vorstellen, wie er anläuft, schießt und den Ball souverän in den Maschen versenkt. Dabei soll er sich im Geiste bereits genauso freuen, wie er das im Realfall tun würde. Er soll also sein persönliches Erfolgserlebnis – der sicher verwandelte Elfmeter in einem wichtigen Elfmeterschießen – bereits vorausahnen und dem Unbewussten signalisieren: „Genau so soll es ablaufen“.

 

Dieser intensive mentale Prozess läuft innerhalb von Sekunden ab. Hat der Spieler seinen inneren Film mit dem damit verbundenen positiven Gefühl erlebt, soll er ihn im gleichen Moment vergessen und zum Schuss antreten. Das Erfolgserlebnis wird eintreten. Garantiert.

 

(Veröffentlicht auf: Experto)
(Foto: Pexels – Pixabay)

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Category
Sport & Gesundheit